Sprachförderung

Eine Sprache zu lernen ist für die Kinder eine der größten Herausforderungen – und eine ihrer wichtigsten. Denn Sprache ist das Basiswerkzeug für den Umgang mit anderen Menschen. Sprache eröffnet die Möglichkeit sich auszudrücken, Wünsche zu äußern, Fragen zu stellen, Antworten zu geben, Zusammenhänge zu verstehen. Diesen für das weitere Leben so elementar notwendigen Lernprozess zu begleiten, ist die wesentliche Aufgabe von Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen.

Sprachförderung bezeichnet die positive Beeinflussung der Sprachentwicklung von Kindern. Sie basiert darauf, dass Situationen genutzt oder inszeniert werden, die von den Umweltfaktoren bestimmt sind, welche die Sprachentwicklung nachweislich prägen.

Sprache ist die einzige Fähigkeit, die Kinder nur im beständigen, unmittelbaren persönlichen Kontakt zu den Menschen lernen und verfeinern. Srpingen, Luafen, Klettern und Spielen können die Kinder üben und probieren, ohne dass ein anderer Mensch ständig anwesend sein muss. Sprechen aber lernen sie nur im direkten Kontakt mit einem Menschen. Sie brauchen Bezugspersonen, die sich ihnen zuwenden, ihnen zuhören und sie verstehen. Sie brauchen gute Sprachvorbilder, die sie freundlich und anerkennend unterstützen, ihre Sprachfreude anregen, durch Sprechweise und Artikulation, Wortschatz und Grammatik vermitteln und Kritik und Nichtachtung vermeiden.

Wir betrachten die Sprachförderung als Querschnittsaufgabe in allen Bildungsbereichen: Sprache und Kommunikation, Gesellschaft und Kultur, Kunst und Musik, Mathematik, Natur und Technik, Bewegung und Gesundheit, Religion.

Eine integrierte Sprachförderung geschieht vor allem durch die Merkmale, die Sprache stark aktivieren, provozieren, lebendig werden lassen: ein tägliches Miteinander, Sprechen, miteinander singen, miteinander reimen und dichten, Dialoge lebendig pflegen und gemeinsam auf die Suche nach Antworten gehen, miteinander philosophieren, Kinderaktivitäten sprachlich begleiten, Geschichten vorlesen und nachspielen, Geschichten erfinden und aufschreiben, sorgsam aufeinander hören und Grammatik lebendig werden lassen etc. mit dem Ziel Stärken auszubauen und Schwächen zu kompensieren.

Bei allem Tun gilt immer der Grundsatz:
“Singen – Spielen – Wahrnehmen – Sprechen – Zuhören – Reimen – Lernen – Lachen – Alles soll Freude machen”