Schutzauftrag

„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“
(Art. 6 Abs 2 Grundgesetz auch Abs.2 SGB VIII) 

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
Bereich der Kindertageseinrichtung

Ausgehend vom christlichen Menschenbild ist allen Trägern von katholischer Kinder- und Jugendarbeit das Kindeswohl seit jeher ein wichtiges Anliegen. Der Gesetzgeber hat im §8 SGB VIII und §72 SGB VIII die rechtlichen Vorgaben dazu festgeschrieben. Es geht darum, Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Hamm wurde deshalb eine Vereinbarung zu diesem Themenbereich getroffen. In dieser Vereinbarung bestätigt der Träger, dass keine Person beschäftigt wird, die rechtskräftig wegen Verletzung der Fürsorgepflicht, wegen einer Sexualstraftat oder wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen rechtskräftig verurteilt worden ist. Außerdem wird vereinbart, dass die beschäftigten Fachkräfte den Schutzauftrag wahrnehmen. Um das konkrete Risiko besser einschätzen zu können, wird eine externe Fachkraft („insoweit erfahrene Fachkraft“) als Beratung hinzugezogen um ggf. Hilfsmaßnahmen einzuleiten o. zu vermitteln (entsprechend den im QM vorgegebenen Verfahrensabsprachen). Dabei werden die Personensorgeberechtigten sowie das Kind einbezogen, soweit der wirksame Schutz des Kindes dadurch nicht in Frage gestellt wird.

In unserer Pfarrgemeinde wird diese beratende Funktion der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ durch Frau Urra (Diplompsychologin, Caritasverband) wahrgenommen.