Sonntagsimpuls zum 24.05.2020

Heute bieten wir Ihnen wieder zusätzlich auch einen Video-Impuls an. 

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Sonntagsimpuls

7. Sonntag der Osterzeit
L1: Apg 1,12- 14 L2: 1 Petr 4, 13-16 Ev: Joh 17, 1-11a
Bild: privat

„Erst muss Jesus gehen, damit wir in seinen Spuren gehen können.“
(nach Jan-Christoph Horn, Referat Pastoralberatung im Bistum Münster)

Evangelium: Johannes 17, 1–11a

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

Liebe Schwestern und Brüder in unserer Heilig-Geist-Gemeinde,
in einer merkwürdigen Zwischenzeit sind die Jüngerinnen und Jüngern Jesu unterwegs. Die Ereignisse um seine Himmelfahrt sind Vergangenheit. Die Zusage des Heiligen Geistes zu Pfingsten liegt noch in unerkannter Zukunft. Was soll werden? Wie sollen wir diesen übergroßen Spuren folgen? Zweifel und Unsicherheit sind ständige Begleiter. Die Menschen, die Jesus folgten und vertrauten schließen sich ein, bleiben beieinander und doch nicht zusammen. Er fehlt! Sie schließen sich ein, in dem, was sie für sicher halten. Da hinein klingt das Evangelium dieses Sonntages. Das 16. Jahrhundert gibt dieser Passage den Titel „Hohepriesterliches Gebet“. Mit Macht kommt es daher, Sicherheit soll es schaffen für jene, die in Angst und Sorge sind. Für die Jüngerinnen und Jünger, die aus Furcht die Türen verschlossen halten.

In einer ähnlich merkwürdigen Zwischenzeit finden wir uns heute wieder. Deshalb kann uns das Empfinden derjenigen, die Jesus nachfolgen, auch so nahekommen. Auch wir haben lange die Türen verschlossen gehalten. Auch wir sind von Sorge und Unsicherheit begleitet in einer Welt, die sich von heute auf morgen so verändert hat. Was wird werden, fragen auch wir.

Wie gestalte ich ein Familienleben zwischen manchmal unentrinnbar erscheinender Nähe und manchmal unüberbrückbar erscheinender Distanz? Werde ich für mich und die meinen ein Auskommen haben? Hat mein Glaube noch einen Platz in meinem Leben oder hat die lange Durststrecke mich entwöhnt? Bedeutet der Hoffnungsschimmer von Freiheit in den Lockerungen eine Rückkehr zur alten Normalität? Oder wird nur meine Sehnsucht nach vermeintlich Verlorenem größer? Was wird werden?

Wir wissen das heute nicht. Eine so machtvolle Rede, wie die des heutigen Evangeliums, würde uns helfen. Darauf warten können wir nicht. Wir müssen weiter und das als Christen in seinen Spuren. In den Spuren von Verantwortung füreinander, von Sorge umeinander. In den Spuren von Respekt voreinander, aber auch vor der Situation, in der wir sind. In dem Bemühen, unsere Angst nicht übermächtig werden zu lassen. Vor uns geht dieser Jesus, der so viel Angst durchstanden hat, um dann doch Ostern zu er-leben. Vom Himmelfahrtstag klingt uns sein Satz nach: „Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“ Das ist Rüstzeug, mit dem wir Jesu Spuren ausfüllen und gehen können. Mit Respekt vor der Welt und ihren Herausforderungen, aber ohne Angst. „Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“

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