Sonntagsimpuls zum 03.05.2020

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Sonntagsimpuls

4. Sonntag der Osterzeit
L1: Apg 2,14a.36-41 L2: 1 Pet r2,20b-25 Ev: Joh 10, 1-10

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Impuls:
Ein Landwirt erzählt vor einer Schulklasse vom Schafhirten seiner Kindheit: „Es war wohl immer um die Weihnachtszeit, wenn die Lämmer geboren wurden. Trotz der Kälte wurden die Mutterschafe jeden Morgen auf die Weiden getrieben um sich ihr Futter zu suchen. Die Lämmer mussten im Stall bleiben solange sie noch so klein waren.
Gegen Abend kam die Herde zurück in den Stall. Und der Hunger unter den Lämmern war groß. Entsprechend laut war das Geschrei und groß das Durcheinander. Die Lämmer suchten ihre Mütter und umgekehrt die Mutterschafe ihre Lämmer. Damit das ganze etwas schneller ging, half der Schäfer bei der Suche. Denn er wusste ganz genau wer zu wem gehörte. Und wenn der Schäfer einen Lehrling hatte. Dann musste der genau diese Fähigkeit haben oder sich diese Fähigkeit aneignen: Alle seine Schäfchen kennenzulernen.“
Für uns sieht so ein Schaf zumeist aus wie jedes andere. Woher weiß so ein Hirte, welches Lamm zu welcher Mutter gehört?
Ganz einfach: Er hatte eine enge Beziehung zu seinen Schafen.
Oder um es mit den Worten Jesu zu sagen: „er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.“ So zeigt sich eine enge Beziehung. Tiere lassen sich nicht täuschen und nicht betrügen. Einen guten Hirten belohnen sie mit Anhänglichkeit und Vertrautheit. Hirte und Herde leben in einer engen Beziehung.
Diese Vertrautheit mit Hirten seines Lebens. Diese Entdeckung war für den jungen Augustinermönch Martin Luther die Wende seines Lebens. (Um es mit Adolf Holl zu sagen) Mehr und mehr gelang es dem jungen Mann, sein eigenes Gesicht in das Antlitz Jesu hinein zu zeichnen. So wie Albrecht Dürer dies bildlich getan hat. Und die unverständlichen Stimmungsschwankungen seines leiblichen Vaters, die Luther immer in Angst und Schrecken versetzt hatten. Durch die Freundschaft mit Jesus verloren sie an Bedeutung.
Auch uns geht es so: Wenn ich nie weiß, woran ich bin in einer Beziehung, in einer Freundschaft, wenn ich den Launen, den Stimmungsschwankungen des anderen ausgesetzt bin. Auf solche Beziehungen können wir getrost verzichten. Vor solchen Stimmen würde jedes Schaf sein Ohr verschließen: Vor Stimmen die mich herunterziehen, die mir zusetzen.
An diesen Worten Jesu können wir ablesen: wie es geht Menschen zu begegnen. Beziehungen zu pflegen. Auf Augenhöhe, ohne jede Abhängigkeit. Jesus ist nicht nur Hirte er ist auch zugleich Schaf. Er ist Teil der Herde. Einer von uns. In Christus begegnet uns der Vater egalitär, freundschaftlich, auf Augenhöhe.
Begeben wir uns hinein in die Freundschaft mit Jesus. Zeichnen wir unser Gesicht hinein in das Antlitz Jesu. Dieser Freundschaft kann uns niemand entreißen. Denn sie schenkt uns ewiges Leben.

 

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